Letzte Nachrichten
Baerbock: Kampf gegen Hamas mit "Rücksicht auf humanitäre Situation" führen
Der Kampf gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas muss nach Worten von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock "mit größtmöglicher Rücksicht auf die humanitäre Situation" im Gazastreifen geführt werden. Der Terror sei "das Grundübel", sagte Baerbock am Samstag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Zugleich werde "neues großes Leid unter der Zivilbevölkerung in Gaza nicht nur den Nährboden für neuen Terrorismus schaffen, sondern auch jegliche bisher erreichte Annäherungsschritte mit den arabischen Nachbarn der letzten Monate in Gefahr bringen", warnte sie.
Handball: Vierte Liganiederlage für THW Kiel
Der zarte Aufschwung des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel ist schon wieder zum Stoppen gekommen. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha unterlag am Samstag beim SC DHfK Leipzig 34:35 (15:16) und kassierte damit die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Ligaspielen.
Scholz und Netanjahu einig: Regionaler Flächenbrand in Nahost muss verhindert werden
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben angesichts der Gewalt im Nahen Osten das gemeinsame Ziel bekräftigt, einen "regionalen Flächenbrand" zu verhindern. Regierungssprecher Steffen Hebestreit teilte am Samstag mit, dass Scholz dazu mit Netanjahu telefoniert habe. Dabei seien sich beide auch einig gewesen, dass ein Eingreifen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in den Konflikt vermieden werden müsse.
Debatte über Folgen des Hamas-Angriffs für Deutschland - Mehrere Demos verboten
In Deutschland wird weiter über die Folgen des Hamas-Großangriffs auf Israel für die Lage hierzulande debattiert. Während der thüringische Verfassungsschutz vor islamistischen Anschlägen im Land warnte, mahnte die Bildungsgewerkschaft GEW einen sensiblen Umgang an deutschen Schulen mit dem Nahost-Konflikt an und forderte mehr Unterstützung für Lehrkräfte. Auch am Samstag fanden wieder Demonstrationen in Deutschland statt - mehrere pro-palästinensische Kundgebungen wurden jedoch untersagt.
Schwelling und Haggenmüller als Grünen-Vorsitzende in Baden-Württemberg bestätigt
Die Grünen-Politiker Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller führen auch künftig den Landesverband der Partei in Baden-Württemberg. Auf einem Landesparteitag in Weingarten wurden beide am Samstag in ihren Ämtern bestätigt. Schwelling erhielt bei der Abstimmung 74,4 Prozent der Stimmen, Haggenmüller kam auf 95 Prozent.
Verfassungsänderung in Australien für mehr Mitspracherechte für Indigene gescheitert
In Australien ist ein historisches Referendum über mehr Mitspracherechte der indigenen Bevölkerung gescheitert. Nach Auszählung der Stimmen aus 88 Prozent der Wahllokale lehnten etwa 59 Prozent der Teilnehmer die Verfassungsreform ab, die ein Recht der indigenen Australier verankern sollte, bei Gesetzen angehört zu werden. Premierminister Anthony Albanese, der für die Reform geworben hatte, reagierte enttäuscht und rief zugleich alle Bürger zur "Versöhnung" auf.
Tausende Menschen bei pro-palästinensischer Demonstration in London
In London haben am Samstag tausende Menschen an einer pro-palästinensischen Demonstration teilgenommen. Die Teilnehmer versammelten sich in der Nähe der Zentrale des Fernseh- und Radionsenders BBC und marschierten dann durch die britische Hauptstadt. Am Nachmittag sollte eine Kundgebung in der Nähe des Parlaments und des Regierungssitzes von Premierminister Rishi Sunak folgen.
Sommer über Bayern-Zeit: "Dann wird medial geschossen"
Der Schweizer Fußball-Nationaltorhüter Yann Sommer hat sich während seiner Zeit bei Bayern München in den Medien ungerecht behandelt gefühlt. "Ich habe gelernt, wie es bei Bayern läuft. Man sucht sich ein, zwei Spieler aus, dann wird medial geschossen. Und dann sucht man sich zwei neue aus. Und da war halt ich auch an der Reihe", sagte der Schlussmann von Inter Mailand laut Blick bei einer Medienrunde der Schweizer Nationalmannschaft.
Weiter Bemühungen um Ausreise von Deutschen aus Gazastreifen und Israel
Das Auswärtige Amt bemüht sich weiter, deutschen Staatsbürgern im Gazastreifen bei der Ausreise zu helfen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte am Samstag in Berlin, nach Informationen des Ministeriums befinde sich noch "eine niedrige dreistellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen" in dem Palästinensergebiet. "Wir stehen mit diesen in Kontakt und schauen, wie wir sie bei Ausreiseplänen unterstützen können", fügte der Sprecher hinzu.
Pro-palästinensische Demonstration in Frankfurt nun doch verboten
Die für Samstagnachmittag in Frankfurt am Main geplante pro-palästinensische Demonstration bleibt verboten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel bestätigte die ursprüngliche Verbotsverfügung durch die Stadt Frankfurt, wie er selbst sowie die Polizei mitteilten. Die Vorkommnisse bei ähnlichen Versammlungen begründeten die Gefahr, dass die "öffentliche Sicherheit bei Durchführung der heutigen Versammlung unmittelbar gefährdet" sei, führte der Verwaltungsgerichtshof aus.
Israel mahnt zur Eile bei Flucht aus Gaza-Stadt - Zwei Hamas-Anführer getötet
Eine Woche nach dem Hamas-Angriff auf Israel sind tausende Bewohner des Gazastreifens aus Furcht vor einer israelischen Bodenoffensive in den Süden des Küstengebiets geflohen. Die israelische Armee rief die palästinensischen Zivilisten am Samstag zur Eile beim Verlassen des nördlichen Gazastreifens auf. Das Militär verkündete zudem die Tötung zweier ranghoher Hamas-Kommandeure, die mitverantwortlich gewesen seien für den Großangriff auf Israel. International wuchs die Sorge wegen der humanitären Lage im Gazastreifen.
Grüne in Brandenburg bestätigen Pichl und Große Holtrup als Parteivorsitzende
Die Landesvorsitzenden der Grünen in Brandenburg, Hanna Große Holtrup und Alexandra Pichl, sind in ihren Ämtern bestätigt worden. Auf einem Landesparteitag in Frankfurt an der Oder wurden sie am Samstag mit 88 beziehungsweise knapp 81 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
Scholz nach Migrationsgipfel: Offene Fragen werden bis Anfang November besprochen
Nach dem Spitzentreffen zur Migrationspolitik im Kanzleramt richtet sich der Blick auf die nächste Ministerpräsidentenkonferenz Anfang November. Bis dahin "diskutieren Bund und Länder nun die noch offenen Fragen", schrieb Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Samstag im Internetdienst X (vormals Twitter) und sprach insgesamt von einem "freundlichen und konstruktiven Austausch". Auch der Städtetag wertete das Treffen als Erfolg, die Union erwartet unterdessen eine Umsetzung ihrer Migrationsvorschläge.
Oppositionelles Mitte-Rechts-Bündnis gewinnt Parlamentswahl in Neuseeland
Die Neuseeländer haben ihre Mitte-Links-Regierung nach sechs Jahren abgewählt. Neuseelands Labour-Premierminister Chris Hipkins, der das Amt erst im Januar von seiner populären Parteikollegin Jacinda Ardern übernommen hatte, räumte nach dem Urnengang am Samstag seine Niederlage ein. Zugleich gratulierte er seinem voraussichtlichen Amtsnachfolger Christopher Luxon. Dessen oppositionelles Mitte-Rechts-Bündnis errang nach Auszählung fast aller Stimmen 61 der 120 Sitze im neuen Parlament.
Louvre-Museum in Paris aus Angst vor Anschlag geschlossen
Aus Angst vor einem Anschlag hat das berühmte Louvre-Museum in Paris am Samstag geschlossen. "Aus Sicherheitsgründen" wurden die Besucher am Mittag aus dem Louvre gebracht und das Museum geschlossen, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der Louvre habe "eine schriftliche Nachricht erhalten, in der von einem Risiko für das Museum und seine Besucher" die Rede gewesen sei. Nun würden die nötigen Überprüfungen vorgenommen.
Indien auch für Coe der Sportmarkt der Zukunft
Wie IOC-Chef Thomas Bach sieht auch Leichtathletik-Präsident Sebastian Coe (67) Indien als Sportmarkt der Zukunft. "Es macht wirtschaftlich und sportlich Sinn: Ich möchte, dass Indien so viele unserer Events wie möglich ausrichtet", sagte der Spitzenfunktionär des Weltverbandes WA am Samstag vor Beginn der IOC-Session in Mumbai.
Bundestagspräsidentin Bas sieht Parlament durch Demokratiefeinde bedroht
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sieht das Parlament durch Demokratiefeinde bedroht und hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung des Bundestags vorgeschlagen. "Wir sind nicht naiv und erkennen die akuten Bedrohungen für unser Parlament", schrieb sie in einem am Samstag veröffentlichten Gastbeitrag für "Zeit Online". Demokratiefeinde versuchten, "unsere Offenheit und Transparenz zu missbrauchen" und hätten nur ein Ziel - "die Schwächung unserer Demokratie".
Britischer Hollywood-Star Michael Caine verkündet Rückzug aus dem Filmgeschäft
Nach sieben Jahrzehnten im Filmgeschäft ist es dann doch mal Zeit für die Rente: Gut ein halbes Jahr nach seinem 90. Geburtstag hat der britische Hollywood-Star Michael Caine am Samstag seinen Ruhestand verkündet. "Ich sage immer wieder, dass ich in Rente gehe. Nun, jetzt mache ich es", sagte Caine dem Sender BBC Radio 4.
Aiwanger bekundet Solidarität mit Israel - Landesparteitag der Freien Wähler
Der in der Flugblattaffäre auch vom Zentralrat der Juden in Deutschland kritisierte Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat seine Solidarität mit Israel betont. "Wir stehen an der Seite dieses Landes, das ja unter viel Druck geraten ist", sagte Aiwanger am Samstag auf einem Landesparteitag der bayerischen Freien Wähler in Bad Gögging. Die Terroristen der Hamas müssten gestoppt werden. Er wünsche sich nichts sehnlicher, als dass der Nahe Osten zur Ruhe komme.
Neuseelands Premierminister Hipkins räumt Niederlage bei Parlamentswahl ein
Neuseelands Premierminister Chris Hipkins hat die Niederlage seiner Mitte-links-Koalition bei der Parlamentswahl eingeräumt. Seine Labour-Partei sei offenbar "nicht in der Position, erneut eine Regierung zu bilden", erklärte Hipkins am Samstag und gratulierte seinem voraussichtlichen Nachfolger im Amt des Regierungschefs, Christopher Luxon, zu seinem Sieg.
Australier lehnen Verfassungsänderung für mehr Mitspracherechte für Indigene ab
In Australien ist ein historisches Referendum über mehr Mitspracherechte der indigenen Bevölkerung gescheitert. Die Wähler hätten sich gegen eine Verfassungsänderung ausgesprochen, sagte Vize-Premierminister Richard Marles am Samstag. Die Regierung werde dieses Ergebnis respektieren.
7000 Soldaten nach islamistischem Angriff auf Schule in Frankreich mobilisiert
Nach dem islamistischen Angriff an einer Schule in Frankreich mit der Ermordung eines Lehrers erhöht die französische Regierung die Zahl der Soldaten im Anti-Terror-Einsatz auf bis zu 7000. Die Aufstockung des Kontingents werde bis Montagabend abgeschlossen, teilte der Elysée-Palast am Samstag in Paris mit. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Freitag den Anschlagsort im nordfranzösischen Arras besucht und die Tat als einen Akt des "islamistischen Terrorismus" verurteilt.
Designierte IG-Metall-Chefin will Betriebsräte stärken
Die designierte Chefin der IG Metall, Christiane Benner, will sich in ihrem neuen Amt für mehr Mitspracherechte von Betriebsräten bei wichtigen Weichenstellungen einsetzen. "Wir brauchen mehr Mitspracherechte der Belegschaften bei strategischen Unternehmensentscheidungen, mehr kritisches Co-Management", sagte die Gewerkschafterin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Als Vorbild sieht sie das VW-Gesetz, das dem Betriebsrat einen großen Einfluss gewährt - die Arbeitnehmervertretung kann dort etwa Produktionsverlagerungen verhindern.
Pistole ähnelndes Trinkgefäß bringt Mann in Leipzig Festnahme und Ermittlung ein
Ein einer Pistole ähnelndes Trinkgefäß hat einem Mann am Leipziger Hauptbahnhof eine Festnahme sowie die Einleitung von Ermittlungen eingebracht. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, erhielten die Beamten eine entsprechende Meldung, dass in einer Regionalbahn mit Ziel Leipzig ein Mann mit einer Waffe sitze. Dort angekommen sprachen die Polizisten den Mann an, der daraufhin den Gegenstand in die Hand nahm.
Baerbock spricht in Kairo mit türkischem Außenminister über Hamas-Geiseln
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat am Rande ihres Besuchs in Kairo mit ihrem türkischen Kollegen Hakan Fidan über die Lage im Nahen Osten gesprochen. Baerbock und Fidan hätten sich "intensiv zu ihren Erkenntnissen und Schlussfolgerungen aus den Krisengesprächen der letzten Tage ausgetauscht", hieß es am Samstag aus Delegationskreisen.
Bei Wahl in Neuseeland zeichnet sich Sieg der Mitte-rechts-Opposition ab
Bei der Parlamentswahl in Neuseeland zeichnet sich ein überraschend deutlicher Sieg des oppositionellen Mitte-rechts-Bündnisses ab. Die von Christopher Luxon geführte Nationalpartei und ihr Bündnispartner ACT errangen bei dem Urnengang am Samstag nach ersten Hochrechnungen 65 der 120 Sitze im neuseeländischen Parlament. Die derzeit regierende Labour-Partei dürfte demnach mit nur 32 Sitzen ihre schlimmste Wahlniederlage überhaupt erleiden.
Städtetag wertet Spitzentreffen zur Migrationspolitik im Kanzleramt als Erfolg
Der Deutsche Städtetag hat das Spitzentreffen zur Migrationspolitik im Kanzleramt als Erfolg gewertet. Vizepräsident Burkhard Jung (SPD) sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post", trotz fehlender konkreter Beschlüsse sei das Treffen das "schon lange notwendige wichtige Signal" gewesen, dass die "Hilferufe aus den Städten in der Bundespolitik angekommen sind und die Bereitschaft besteht, gemeinsam handfeste Lösungen zu suchen". Bei der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten stießen die Kommunen zunehmend an Grenzen.
Gosens lobt Trainerteam: "Feuer ist zu spüren"
Fußball-Nationalspieler Robin Gosens schwärmt vom DFB-Trainerteam um Julian Nagelsmann. "Sowohl bei ihm als auch bei Sandro Wagner und Benjamin Glück als Co-Trainer ist das Feuer zu spüren, jetzt wirklich etwas bewegen zu wollen", sagte der Profi des Bundesligisten Union Berlin im RND-Interview: "Es sind sehr emotionale Typen, die eine Mannschaft mit ihrer Leidenschaft anzünden können. Bei mir haben sie das sofort geschafft."
Israel Botschafter in Berlin: Hamas allein verantwortlich für Leid im Gazastreifen
Der israelische Botschafter in Berlin, Ron Prosor, hat die volle Verantwortung für das Leid von Zivilisten im Gazastreifen der Hamas zugewiesen. Die radikalislamische Palästinenserorganisation gehe in ihrem Kampf gegen Israel mit "mit wirklich zynischem Kalkül" vor, das "Wohl ihrer eigenen Bevölkerung" sei ihr dabei "vollkommen egal", sagte Prosor im "Interview der Woche" vom Deutschlandfunk.
Bericht: Thüringens Verfassungsschutz warnt vor islamistischen Anschlägen im Land
Der Thüringer Verfassungsschutz warnt nach Medieninformationen vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts vor islamistischen Anschlägen in Deutschland. Es könne passieren, dass radikalisierte Sympathisanten der Hamas es "nicht mehr nur beim Demonstrieren und bei Hasstiraden und einzelnen körperlichen Angriffen belassen, sondern möglicherweise konkrete Anschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen und Personen verüben", sagte Landesverfassungsschutzpräsident Stephan Kramer dem "Handelsblatt" vom Samstag.
UNO: Mehr als 1300 Gebäude im Gazastreifen durch israelische Angriffe zerstört
Bei den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen sind nach Angaben der UNO bereits mehr als 1300 Gebäude komplett zerstört worden. Davon betroffen seien 5540 Wohneinheiten, teilte das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) am Samstag mit. Rund 3750 weitere Häuser seien so stark beschädigt worden, dass sie vorerst unbewohnbar seien.
GEW für sensiblen Umgang mit Nahost-Konflikt an Schulen
Die Bildungsgewerkschaft GEW hat einen sensiblen Umgang an deutschen Schulen mit dem Nahost-Konflikt angemahnt und mehr Unterstützung für Lehrkräfte gefordert. "Die bewaffneten Konflikte in der Welt belasten viele Kinder und Jugendliche in den Schulen schwer, besonders wenn es persönliche Beziehungen in die entsprechenden Regionen gibt", sagte GEW-Chefin Maike Finnern der "Rheinischen Post" vom Samstag.