Vorverhandlungen zu UN-Klimagipfel auf Fidschi-Inseln begonnen
Auf den Fidschi-Inseln haben am Montag die Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei begonnen. Fidschis Klimaministerin Lynda Tabuya forderte die Industrieländer zu Beginn der Beratungen in der Stadt Nadi eindringlich auf, einen "gerechten Übergang" zu erneuerbaren Energien zu unterstützen. Sie sollten den Ländern helfen, die am stärksten von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sind, sagte sie Journalisten.
Tabuya forderte in dem Gespräch mit Journalisten "Verpflichtungen seitens der Industrieländer hinsichtlich der Reduzierung von Treibhausgasemissionen und der Abkehr von fossilen Brennstoffen". Dabei pochte sie auf einen "gerechten Wandel weg von fossilen Brennstoffen".
Der Regierungschef der pazifischen Inselgruppe werde den Staats- und Regierungschefs in dieser Woche "drei klare Botschaften überbringen", hatte Tabuya zuvor bei der Eröffnungsveranstaltung in Nadi gesagt. "Das 1,5-Grad-Ziel muss in Reichweite bleiben", sagte sie. Zudem müssten die Finanzmittel die Gemeinschaften erreichen, "die sie benötigen". Als dritte Forderung nannte sie den Schutz des Ozeans.
In Nadi kommen einen Monat vor dem UN-Klimagipfel in der Türkei Unterhändler aus aller Welt zu möglicherweise entscheidenden Vorverhandlungen zusammen. An den viertägigen Beratungen nehmen auch mehrere Staats- und Regierungschefs der Pazifikregion teil. Sie wollen die Zusammenkunft nutzen, um auf die Gefahren des Klimawandels für ihre Länder hinzuweisen. Diese sind durch den nach UN-Angaben im Rekordtempo steigenden Meeresspiegel besonders bedroht.
Der diesjährige UN-Klimagipfel (COP31) findet vom 9. bis 20. November in Antalya statt. Er wird von der Türkei gemeinsam mit Australien ausgerichtet. Bei der UN-Klimakonferenz in Brasilien im vergangenen Jahr hatten sich die Teilnehmer nicht auf einen gemeinsamen Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien einigen können.
T.Hernandez--LGdM