La Gaceta De Mexico - Powerbanks ab 20.000 mAh im Vergleich: Verbatim vor Anker

Powerbanks ab 20.000 mAh im Vergleich: Verbatim vor Anker
Powerbanks ab 20.000 mAh im Vergleich: Verbatim vor Anker

Powerbanks ab 20.000 mAh im Vergleich: Verbatim vor Anker

Zum Laden von Laptops unterwegs braucht es starke Powerbanks mit hoher Kapazität. Wir haben die besten mobilen Akkus ab 20.000 mAh getestet.

Textgröße:

Zum Laden von Laptops unterwegs braucht es starke Powerbanks mit hoher Kapazität. Wir haben die besten mobilen Akkus ab 20.000 mAh getestet. Wer nicht überall Strom zur Verfügung hat, aber am Laptop arbeiten muss, benötigt eine Powerbank mit USB-C-Anschluss. Dafür ist ausreichend Leistung erforderlich, oft 65 W oder noch mehr. Genauso muss ein externer Akku genug Kapazität bieten, damit er den Laptop möglichst vollladen kann. Hier bieten sich Modelle mit 20.000 mAh oder noch mehr an.

Für diese Bestenliste haben wir uns ein Potpourri an Powerbanks besorgt, die besonders groß und stark sind – darunter Modelle, die über 200 W liefern und entsprechend teuer sind, ebenso wie spürbar günstigere Varianten. Preislich liegen die mobilen Akkus zwischen 20 und 130 Euro. Vertreten sind unter anderem Verbatim, Ecoflow, Cuktech, Ugreen Nexode, Anker, Sharge und Varta. Mit diesem Update übernimmt die Verbatim Charge 'n' Go 27K den ersten Platz. Sie löst die Anker 737 (Powercore 24K) ab, die lange unsere Testsiegerin war. Die Anker 737 führen wir nun unter „Zusätzlich getestet“.

Welche Powerbank über alle Preis- und Leistungsklassen hinweg die beste ist, zeigen wir in der Top 10: Die beste Powerbank im Test. Unser Testsieger ist die Verbatim Charge 'n' Go 27K, weil sie Premium-Ausstattung mit überdurchschnittlicher Energieausbeute zum günstigen Preis verbindet. Ausschlaggebend sind 82 % Energieausbeute unter Hochlast und bis zu 140 W an jeder der beiden USB-C-Buchsen – eine Kombination, die sonst spürbar teurere Powerbanks bieten. Aktuell kostet sie bei Galaxus 77 Euro.

Besonders schnell lädt die Ecoflow Rapid Pro mit insgesamt 300 W und 140 W auf dem USB-C1-Port. Damit wird sie unser Technologiesieger. Die Powerbank selbst kann auf dem Ecoflow Rapid Pro Desktop Charger mit 320 W aufgeladen werden. Auf Platz drei landet die Cuktech 15 SE als Preis-Leistungs-Sieger. Ausschlaggebend ist ihre überragende Effizienz von über 92 %: Ähnlich günstige Iniu-Powerbanks erreichen diesen Wert nicht, vergleichbare Ugreen-Modelle kosten spürbar mehr. Aktuell kostet sie bei Amazon 30 Euro.

Ebenfalls eine gute Ausstattung bieten die Anker 25K Powerbank 165W für 85 Euro sowie die Revolt PB-420 für 62 Euro. Günstige Empfehlungen für Smartphone und Tablet sind die Nobis Powerbank 45W für 33 Euro mit vier Anschlüssen und die Varta Energy 20.000 für 22 Euro. Die Varta lädt allerdings mit maximal 15 W. Die Verbatim Charge 'n' Go 27K steckt in einem hervorragend verarbeiteten Aluminiumgehäuse und bringt ein Farbdisplay sowie eine feste Transporttasche mit. Jeder der beiden USB-C-Ports liefert per USB-PD 3.1 bis zu 140 W, über alle drei Ausgänge zusammen sind laut Hersteller 183 W drin. Im Hochlasttest holen wir 81,94 Wh aus den nominellen 99,9 Wh heraus. Das entspricht einer Effizienz von 82 %. Mit 100 W ist sie selbst in weniger als anderthalb Stunden wieder voll. Vorbildlich: Verbatim dokumentiert alle Ladeprofile, unser PD-Listener bestätigt die festen PD-Stufen. Aktuell kostet die Powerbank rund 77 Euro.

Die Ecoflow Rapid Pro 27K punktet mit ihrer enormen Ladegeschwindigkeit von 320 W über die Pogo-Pins. In nur 20 Minuten erreicht sie 80 Prozent Kapazität. Die Effizienz von 83 Prozent im Praxistest ist überdurchschnittlich gut. Mit 300 W Gesamtausgangsleistung über alle Ports können mehrere Geräte gleichzeitig schnell geladen werden. Das Farbdisplay zeigt den Akkustand, die Temperatur und Ladezyklen übersichtlich an. Für Power-User, die häufig unterwegs sind und schnelles Nachladen benötigen, ist sie ideal. Mit 81 Euro ist der Preis inzwischen spürbar gefallen und für die gute Ausstattung angemessen.

Die Cuktech 15 SE punktet mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 30 Euro erhält man eine 20.000 mAh Powerbank mit 65 W Ausgangsleistung und überragender Effizienz von über 92 Prozent. Das ist selbst für spürbar teurere Modelle ein Spitzenwert. Die meisten Powerbanks erreichen nur 70 Prozent oder weniger. Dazu kommt ein praktisches Display zur Akkustandsanzeige und drei Ausgänge für paralleles Laden. Vorbildlich sind auch die transparenten Angaben zu allen Ladespezifikationen direkt auf dem Gehäuse sowie auf der Herstellerwebseite – leider machen das nicht alle so zuverlässig.

Um die passende Powerbank auszuwählen, sind zwei zentrale Eckdaten entscheidend: die verfügbare Leistung (insgesamt sowie pro Port) und die Kapazität. Die Leistung wird in Watt (W) angegeben, die Kapazität in Amperestunden – genauer gesagt in Milliamperestunden (mAh), weil diese Zahl spürbar höher aussieht und sich das auf der Packung einfach besser macht. Vereinfacht gesagt bestimmt die Leistung, welche Endgeräte man wie schnell laden kann. Die Kapazität definiert hingegen, wie oft man diese Geräte aufladen kann. Die Eingangsleistung in Verbindung mit der Kapazität wiederum erklärt aus, wie schnell der mobile Akku wieder voll aufgeladen ist.

Vor dem Kauf sollte man wissen, was einem wichtig ist. Möchte man hauptsächlich das Handy unterwegs aufladen, sollte man auf eine hohe Kapazität achten. Hier ist die Geschwindigkeit weniger wichtig als die Anzahl der Ladezyklen. Geräte wie Notebook, Überwachungskamera oder LTE-Router benötigen hingegen definitiv mehr Leistung, damit sie funktionieren, genauer gesagt geladen werden. Entscheidend sind die Anforderungen des stärksten Geräts. Viele Notebooks kommen mit 65 W aus. Je nach Akkugröße reicht eine Powerbank mit 20.000 mAh für eine vollständige Ladung kompakter Notebooks oder zumindest eine deutliche Verlängerung der Laufzeit größerer Modelle. Powerbanks wie unser Testsieger Verbatim Charge 'n' Go oder die frühere Testsiegerin Anker Powerbank 737 leisten sogar 140 W an einem Port. Unterstützen sie eine höhere Ladespannung, laden auch manche Smartphones schneller. Das verkürzt die Ladezeit spürbar.

Ja. Eine Powerbank dieser Größe reicht für mehrere Smartphone-Ladungen und mindestens eine Teilladung des Laptops. Wichtig ist der Unterschied zwischen Nenn- und Nutzkapazität. Nutzbar bleiben in der Regel rund 12.000 bis 14.000 mAh. Die Varta Energy 20.000 kommt im Test auf etwa 13.200 mAh. Gegenüber einem Modell mit 10.000 mAh verdoppelt sich die Menge an gespeicherter Energie. Der Preis dafür ist ein höheres Gewicht. Unter den Top-10-Modellen mit bekanntem Gewicht ist die Nobis Powerbank 45W mit 392 g die leichteste. Es folgen die Ugreen Nexode mit 476 g und die ReV PB-420 mit 492 g.

Wer nur das Smartphone nachlädt und auf Reisen jedes Gramm spart, ist mit einem kleineren Modell besser bedient. Für Laptop, Tablet und mehrere Geräte ist eine Powerbank dieser Kategorie dagegen der sinnvolle Einstieg. Laut dem internationalen Luftfahrtverband IATA (International Air Transport Association) dürfen Powerbanks im Handgepäck nur bis 100 Wattstunden (Wh) ohne zusätzliche Genehmigung der Fluglinien mitgeführt werden. Ins aufgegebene Gepäck gehören Powerbanks dagegen nicht.

Wer auf Reisen fliegt, sollte daher die Kapazität der eigenen Powerbank kennen. Meist wird diese aber nicht in Wh, sondern plakativ in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Mehr zu der Problematik zeigen die Kollegen von heise Tipps+Tricks im Artikel Powerbank im Flugzeug – das müssen Sie beachten. Um die Kapazität in Wh selbst zu errechnen, benötigt man zusätzlich noch die Spannung in Volt (V), mit der der Akku arbeitet. Bei der Xlayer Power Bar 20.000 sind dies beispielsweise 3,7 V. Diesen Wert multipliziert man nun mit der Kapazität in Milliamperestunden und teilt das Ergebnis durch 1000. Anschließend erhält man im Falle der Xlayer-Powerbank „74“, was dann die Kapazität in Wh ist.

Alle Produkte unserer aktuellen Top 10 bleiben unter 100 Wh. Drei Modelle schöpfen die Grenze praktisch voll aus: Bei 3,7 V entsprechen 100 Wh rund 27.000 mAh – genau die Kapazität der Verbatim.

Wichtig: Wattstunden (Wh) und Watt (W) sind nicht zu verwechseln. Wh beziffern die gespeicherte Energie, W beschreibt die Leistung, umgangssprachlich also die Geschwindigkeit, mit der eine Powerbank maximal lädt. Dabei gibt es eine Eingangsleistung (Aufladegeschwindigkeit) und eine Ausgangsleistung (Laden fremder Geräte), die sich unterscheiden können. Da die Anzahl der Ladezyklen von der Qualität des Akkus, der Ladetechnik sowie äußeren Einflüssen abhängig ist, kann man leider nur grobe Angaben machen. Aus der Praxis heraus können wir sagen, dass sich Smartphones mit circa 4500 mAh bei einer Powerbank mit 20.000 mAh oder mehr drei- bis viermal aufladen lassen.

Notebooks mit Windows schaffen bei dieser Kapazität locker ein bis zwei Ladungen, zumindest, wenn der USB-C-Port genügend Spannung liefert. Gleiches gilt für das Macbook Pro, das Macbook Air, ein Chromebook (Ratgeber) oder Tablets (Bestenliste), die ihren Akku an einer großen Powerbank noch häufiger füllen können. Wer einen Langstreckenflug vor sich hat, kann damit wahrscheinlich die Zeit gut überbrücken. Leistungsstarke Notebooks profitieren von 90 W oder mehr, insbesondere beim gleichzeitigen Arbeiten und Laden. Viele Modelle lassen sich aber auch mit geringerer Leistung aufladen, benötigen dann aber entsprechend länger. Ein genereller Tipp: Die Powerbank möglichst nicht komplett entladen. Im Idealfall bleiben die verwendeten Lithium-Ionen-Akkus zwischen 30 und 70 %. In diesem Bereich arbeitet dieser Akkutyp am zuverlässigsten, was auch seine Lebensdauer erhöht. Bei längerer Lagerung empfiehlt etwa Verbatim, die Powerbank alle drei bis vier Monate zu laden und zu entladen. Die Ladezeiten der Powerbanks selbst hängen erneut davon ab, wie gut die Netzteile sind, aber auch, wie viel Eingangsleistung sie unterstützen.

Die Ladezeit hängt von der Eingangsleistung der Powerbank und vom Netzteil ab. In der Regel brauchen Modelle mit 65 W Eingang wie die Cuktech 15 SE etwa zwei Stunden. Die Ladezeiten der Top-10-Modelle im Überblick:

Voraussetzung für kurze Ladezeiten ist ein passendes USB-C-Ladegerät mit Power Delivery, das die nötige Leistung bereitstellt. Ein schwaches Netzteil bremst jede Powerbank aus. Eine gute Powerbank sollte mindestens einen USB-C-Anschluss und idealerweise auch einen USB-A-Port besitzen. USB-C ist für alle Geräte mit höheren Ansprüchen notwendig, zudem werden die Powerbanks meist darüber aufgeladen. Viele Laptops und Macbooks laden mittlerweile über diesen Anschluss. USB Power Delivery funktioniert in beide Richtungen. Ein Endgerät kann einerseits mehr Leistung nutzen, ein Ladegerät mit USB-PD wiederum lädt die Powerbank schneller als ein Standard-USB-Netzteil.

Zwei USB-C-Anschlüsse sind in der Top 10 inzwischen Standard. Die Ecoflow Rapid Pro bietet sogar drei USB-C-Ports plus integriertes Kabel, verzichtet dafür aber ganz auf USB-A. Wer mehrere Geräte gleichzeitig laden will, sollte auf die Leistungsverteilung achten. Die Leistung pro Ausgang sinkt meist, sobald mehrere Ports belegt sind. Die Verbatim liefert selbst bei voller Belegung noch 100 W am ersten Ausgang. Die Cuktech hält am Hauptport 65 W, während zwei Smartphones mit je 10 W parallel laden. Warum ist USB-A immer noch wichtig? Der Port ist noch lange nicht veraltet, im Gegenteil. Produkte wie Smartwatches oder Kopfhörer bringen größtenteils entweder ein eigenes Ladegerät mit oder setzen auf Kabel für USB-A auf USB-C. Gerade um Geräte wie Sportuhren unterwegs aufzuladen, ist USB-A weiterhin sinnvoll.

Abseits von USB-A und USB-C sind andere Anschlüsse inzwischen eher selten. Manche Powerbanks bieten etwa noch einen Eingang für Micro-USB und fast nie einen für Apple Lightning. Gerade Letzteres ist praktisch, schließlich kann man dann das iPhone sowohl laden als auch die Powerbank mit dem Apple-Kabel auffüllen. Ersteres hingegen ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß, da die meisten Smartphones, Tablets, Notebooks und Lautsprecher mittlerweile auf USB-C setzen. Ausserdem unterstützt der Anschluss kaum moderne Ladestandards, kann aber für ältere Geräte noch nützlich sein. Grundsätzlich lädt jede Powerbank mit passendem Kabel jedes Handy. Unterschiede gibt es beim Tempo. Viele aktuelle Smartphones, etwa von Samsung und Google, erreichen ihre volle Geschwindigkeit nur per PPS. Entscheidend ist der Spannungsbereich.

Geräte wie das Google Pixel 10 Pro XL profitieren von der 21-V-Stufe. So decken die getesteten Modelle diesen Bereich ab: Wer ein bestimmtes Smartphone schnell laden will, prüft die Kompatibilität daher anhand der PPS-Angaben in unseren Einzeltests.

USB-C und Power Delivery sind bei den meisten Markenprodukten inzwischen Standard. Dank der Schnellladefunktion USB Power Delivery (USB PD) kann das Ladegerät eine spürbar höhere Ausgangsleistung an den Port liefern. Endgeräte und Ladegerät/Akku handeln hierbei die bestmögliche Ladeleistung aus. Bei Powerbanks sind das inzwischen bis zu 140 W an einem Port. Das ist genug, um kompatible Smartphones schnell aufzuladen oder um stromhungrige Notebooks (Ratgeber) wie ein Lenovo Thinkpad oder ein Apple Macbook Pro unterwegs mit Strom zu versorgen. Auch Spielkonsolen, etwa die Nintendo Switch (Testbericht) oder das Steam Deck können so unabhängig von der Steckdose betrieben werden. Am schnellsten ist momentan USB-Power-Delivery in Version 3.1. Damit sind theoretisch bis zu 240 W pro einzelnem Port möglich, je nachdem welche Ladespannung die entsprechende Powerbank unterstützt. Power Delivery 3.1 bietet dabei Ladestufen mit 28 V, 36 V oder 48 V. Power Delivery 3.0 nutzt dagegen nur 5, 9, 12, 15 oder 20 V und endet damit bei 100 W pro Port. Viele 100-W-Powerbanks wie die Ugreen Nexode oder die Anker 25K Powerbank 165W arbeiten deshalb noch mit Power Delivery 3.0.

Bisher kennen wir aber nur Powerbanks mit 140 W pro Port, also mit der 28-V-Ladestufe von PD 3.1. Das liegt primär auch daran, dass es an Endgeräten fehlt, die so hohe Ladegeschwindigkeiten überhaupt verarbeiten können. Für 240 W wäre eine höhere Ladespannung von 48 V notwendig. Für 140 W braucht es zudem ein Kabel mit EPR-Unterstützung (Extended Power Range), das 28 V überträgt. Das beiliegende Kabel der Verbatim schafft etwa nur 100 W. Neben USB-PD findet man immer wieder Qualcomm Quick Charge (QC). Die Technik setzt ein kompatibles Smartphone voraus, kann dann aber über USB-A spürbar schneller laden. Wer ein passendes Gerät hat, sollte darauf achten. USB-C und Power Delivery sind aber spürbar wichtiger.

Apps und Privatsphäre: Ecoflow und Anker binden ihre Premium-Modelle per App an. Die Ecoflow-App verbindet sich per WLAN und Bluetooth Low Energy. Sie erlaubt ein Ladelimit zwischen 80 und 100 % sowie ein Entladelimit. Die Anker-App zeigt per Bluetooth Spannungs- und Stromwerte, Akkutemperatur und Firmware-Updates. Die Verbatim verzichtet auf eine App, ihr Display liefert die wichtigen Werte direkt am Gerät. Wer Wert auf Privatsphäre legt, vermeidet so eine weitere App, die je nach Umsetzung Netzwerk- oder Cloudverbindungen aufbaut. Schutzschaltungen gegen Überladung, Kurzschluss, Überstrom und Übertemperatur gehören zur Grundausstattung. Die Verbatim schützt zusätzlich vor Tiefentladung. Ob die Schutzschaltung zuverlässig greift, prüfen wir mit einer gezielten Überlast.

Eine Temperaturüberwachung verhindert Überhitzung während des Ladevorgangs. Anker setzt bei der Prime auf Activeshield 4.0. Die Technik kontrolliert laut Hersteller bis zu 120-mal pro Sekunde und drosselt bei Bedarf die Leistung. Die Revolt PB-420 unterbricht unter Volllast mehrfach die Stromversorgung wegen Überhitzung. Das schützt, stört in der Praxis aber. Hohe Temperaturen an den Anschlüssen messen wir bei der Anker Prime mit bis zu 69 °C und bei der Nobis mit über 85 °C. Das Gehäuse der Ecoflow Rapid Pro ist bis 1 m sturzsicher und nach V0-Standard als schwer entflammbar zertifiziert.

Eine mögliche Alternative zu Powerbanks wie der Anker Powercore 24K oder der Baseus Blade HD 100W sind kleinere Powerstations. Die beiden Gerätetypen unterscheiden sich durch das Vorhandensein einer AC-Schuko-Steckdose. Modelle wie die Flashfish A101 (81 Euro bei Banggood) bieten einen solchen Anschluss mit einer Ausgangsleistung von bis zu 120 W und einer Kapazität von knapp 100 Wh. Zwar leidet hier spürbar die Handlichkeit unter der zusätzlichen Technik, doch für manche Laptops kann eine vollwertige Netzsteckdose unerlässlich sein. Denn noch immer setzen nicht alle Laptops auf USB-C als Ladeanschluss, womit man auf proprietäre Netzteile mit AC-Stecker zurückgreifen muss. Hier kommen dann die Powerstations ins Spiel, die nicht nur USB-Anschlüsse bieten.

In unserer Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. zeigen wir verschieden große Modelle im Budget-Preisbereich, die für einen solchen Einsatz infrage kommen. Unser Preisvergleich liefert nachfolgend weitere Beispiele sowie eine Übersicht über beliebte und günstige Powerbanks. Eine kostengünstige Alternative für Bastler kann zudem der Eigenbau einer Powerbank sein. Dazu bestellt man 18650-Akkus und ein passendes Gehäuse. Unser Ratgeber Powerbank selbst bauen: Die besten Akkus, Gehäuse, Controller & Co. zeigt alles, was man dafür wissen sollte.

Powerbanks mit Solarmodulen klingen auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Investition. In unseren Tests zu Akkus mit Solar zeigt sich aber, dass die Leistung der im Gehäuse integrierten Solarzellen zu gering ist, um die Powerbank wirklich effektiv aufzuladen. Inzwischen gibt es aber auch einige Geräte, die Solarpanels zum Aufklappen bieten und so ein effizientes Laden mit höherer Leistung ermöglichen. Eine bessere Wahl sind allerdings mobile Solarzellen, die sich aufklappen und ideal auf die Sonne ausrichten lassen. Damit bekommt man eine überraschend gute Ausbeute, und die Module sind klein genug, um im Rucksack Platz zu finden. Einige lassen sich sogar am Rucksack selbst anbringen. Dann kann man während der Wanderung zumindest ein wenig Energie generieren. Mehr dazu im Beitrag: Solarrucksack: Die perfekte Ergänzung zur Powerbank?

Wer ernsthaft unterwegs per Solar laden will, benötigt ein leistungsfähiges Panel mit einer Leistung ab etwa 20 W. Anbei einige günstige Beispiele von Modellen mit integriertem Stromwandler und USB-Anschluss. Keine Powerbank gibt ihre volle Nennkapazität ab. Im Test erreichen die meisten Modelle rund 70 bis 80 % der angegebenen Kapazität. Einige bleiben spürbar unter diesen Werten. Neben den üblichen Umwandlungsverlusten liegt das auch daran, dass die Ausgangsspannung der Powerbank spürbar höher ist als die Zellspannung des Akkus. Während letztere häufig bei 3,7 V liegt, kann die Ausgangsspannung je nach Ladestandard bis zu 28 V betragen.

Ebenso hängt die mögliche Leistung vom verwendeten USB-C-Kabel ab. Hilfe bietet hier unsere Top 10: Die besten USB-C-Kabel bis 10 Euro im Test – Ladekabel für Laptop & iPhone. Unsere Testgeräte haben aber neben USB-C bis auf wenige Ausnahmen auch noch Buchsen mit USB-A. Zum Aufladen bieten manche sogar noch zusätzlich einen Micro-USB-Eingang. Um die tatsächlich nutzbare Kapazität zu ermitteln, nutzen wir das Messgerät F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat. Als Verbraucher kommt ein Lastsimulator zum Einsatz, an welchem wir gezielt die Leistung anpassen können. Diesen hängen wir zwischen Powerbank und Messgerät, auf welchem wir wiederum die Verbrauchsdaten über das integrierte LCD auslesen – neben der Kapazität auch die Leistung. Ferner sieht man, auf welche Schnellladetechnik sich die Geräte geeinigt haben. Das Messgerät erhält seinen Strom über das angeschlossene USB-C-Kabel.

Das für Smartphones immer wichtiger werdende Power-Delivery-Zusatzprotokoll PPS (Programmable Power Supply) können wir über den integrierten PD-Listener ebenfalls auslesen. Die wichtigste Erkenntnis aus unseren Tests: Eine gute Powerbank mit 20.000 mAh oder mehr muss nicht teuer sein. Die Cuktech 15 SE liefert für rund 30 Euro 65 W und mit über 92 % die beste Energieausbeute im Feld. Unser Testsieger Verbatim Charge 'n' Go 27K kostet rund 77 Euro. Dafür bietet er 140 W an jedem USB-C-Port, knapp 100 Wh und ein Aluminiumgehäuse – eine Ausstattung, die man sonst von spürbar teureren Modellen kennt. Für die meisten Notebooks genügen auch 100-W-Powerbanks wie die Ugreen Nexode.

Über 150 Euro kostet etwa die Anker Prime (26K, 300W). Das galt zuletzt auch für die Ecoflow Rapid Pro, sie ist nun aber auf unter 90 Euro gefallen. Beide liefern bis zu 300 W und laden selbst extrem schnell. Wer regelmäßig zwei Notebooks parallel versorgt, profitiert davon. Für die meisten Nutzer sind diese Modelle überdimensioniert. Wer nur das Smartphone nachlädt, kommt mit der Varta Energy 20.000 für rund 22 Euro aus, muss aber mit 15 W leben. Für Reisen mit einem Laptop ohne USB-C-Ladeanschluss bleiben günstige Powerstations mit Netzsteckdose die Alternative. Sie sind allerdings weniger kompakt.

E.Dorame--LGdM