La Gaceta De Mexico - Doppelpack: Weltmeister souverän, Frauen verlieren Generalprobe

Doppelpack: Weltmeister souverän, Frauen verlieren Generalprobe
Doppelpack: Weltmeister souverän, Frauen verlieren Generalprobe / Foto: © picture-alliance/dpa/SID

Doppelpack: Weltmeister souverän, Frauen verlieren Generalprobe

Erst unterstützte Dennis Schröder die deutschen Basketballerinnen vom Spielfeldrand, dann führte der Nationalmannschaftskapitän den Weltmeister als Mann des Abends zum nächsten Sieg. Beim Doppelspieltag in Köln hat der Titelverteidiger seine Pflichtaufgabe gegen die Niederlande souverän gelöst und in der Qualifikation Kurs auf die WM 2027 gehalten. Auf den Tag genau ein Jahr vor dem Turnierbeginn in Katar schlug das Team von Bundestrainer Àlex Mumbrú den Außenseiter 99:83 (64:50). Dagegen verpatzten die Frauen beim Double-Header ihre Generalprobe für die Heim-WM in Berlin durch ein 62:63 (40:30) gegen die Türkei.

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Dem Männerteam gelang zu Beginn der zweiten Gruppenphase der sechste Sieg im siebten Spiel, am Sonntag (14.45 Uhr/MagentaTV) folgt in Danzig das wichtige Duell mit Gastgeber Polen, der in der ersten Qualifikationsrunde ohne Niederlage blieb. Die besten drei Teams der Sechserstaffel K erhalten ein WM-Ticket. Die weiteren Qualifikationsspiele finden Ende November und Ende Februar 2027 statt.

Nach der Verabschiedung für Welt- und Europameister Johannes Voigtmann, der Anfang der Woche seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt gegeben hatte ("Danke für die Reise"), bekam der Favorit mit dem Weltranglisten-52. lediglich in den ersten 15 Minuten größere Probleme und lag nur einmal zurück (11:13/4.). Bester Werfer im DBB-Team, am vergangenen Wochenende Sieger beim Supercup in Hamburg, war vor 15.309 Zuschauern der glänzend aufgelegte Schröder (23 Punkte).

Mumbrú und Schröder, der das Doppel-Event im Vorfeld als "sehr cool" bezeichnet hatte, verfolgten die Schlussphase des Frauenspiels aus nächster Nähe, erlebten gut eine Woche vor dem WM-Auftakt aber einen weiteren Rückschlag. Es war die dritte Niederlage im dritten und letzten Vorbereitungsspiel für das Turnier (4. Bis 13. September).

"Das macht mich nicht so nervös", sagte Bundestrainer Olaf Lange bei MagentaTV: "Im dritten Viertel haben wir ein bisschen den Faden verloren." Sein Team habe aber "viel gelernt", erklärte der Coach.

Lange konnte gegen die Türkei, ebenfalls bei der WM dabei, mit Luisa Geiselsöder weiterhin nur eine WNBA-Spielerin aufbieten. Frieda Bühner (beide Portland Fire) saß auf der Bank, kam aber noch nicht zum Einsatz. Die angeschlagene Nyara Sabally (Toronto Tempo) verfolgte das Spiel von der Tribüne, könnte jedoch wie ihre ältere Schwester Satou für die WM ausfallen. Leonie Fiebich (beide New York Liberty) verstärkt voraussichtlich erst in einigen Tagen die Mannschaft. "Dann sieht es etwas anders aus", so Lange.

Vor großer Kulisse verspielte das deutsche Team um Topscorerin Alexandra Wilke (15 Punkte) durch Unkonzentriertheiten einen beruhigenden Vorsprung, Alexis Peterson vergab die letzte Chance zum Sieg neun Sekunden vor Schluss. Am Freitag kommender Woche (17.45 Uhr/MagentaTV) treffen die DBB-Frauen zum WM-Auftakt auf Vize-Europameister Spanien, zuletzt erster Gegner der Vorbereitung (60:65). Am Sonntag hatte die deutsche Auswahl gegen Ungarn verloren (62:68).

Die weiteren Vorrundengegner in Berlin heißen Japan (5. September) und Mali (7. September). Die Gruppensieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Teams auf den Plätzen zwei und drei spielen in einer Qualifikationsrunde überkreuz um vier offene Plätze. Der EM-Fünfte Deutschland träumt von einer Medaille.

B.Ramirez--LGdM