Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja
Bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine sind am Samstag nach Angaben der Regionalbehörden mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zwölf Menschen würden noch vermisst, mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, teilte der Ko-Vorsitzende des Verteidigungsrats der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit. Die Angriffe erfolgten, während im US-Bundesstaat neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas über eine Beendigung des Ukraine-Krieges laufen.
Militärverwaltungsschef Mychailo Semikin erklärte, es könnten noch weitere Opfer unter den Trümmern gefangen sein. Ein AFP-Korrespondent vor Ort beobachtete, wie Rettungshelfer Menschen aus den Trümmern bargen.
Nach Angaben der örtlichen Polizei hatte Russland am frühen Samstagmorgen Wohngebiete mit fünf Lenkbomben angegriffen. Dabei seien zwei Wohngebäude getroffen worden. Die Region Saporischschja liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Die Region und die gleichnamige Stadt sind immer wieder Ziel von Angriffen.
Russland hat in den vergangenen Monaten seine Angriffe auf die Ukraine intensiviert, die Zahl ziviler Opfer stieg dadurch deutlich.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete die Gespräche mit den ukrainischen Unterhändlern über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs derweil als "konstruktiv". Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff im Onlinedienst X.
Auch Sicherheitsgarantien und "langfristige Vorkehrungen für die Sicherheit der Ukraine und Europas" waren demnach Thema. Ob die Gespräche wie angekündigt am Samstag fortgesetzt werden, teilte Witkoff nicht mit.
Die Versuche der US-Regierung, zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln, waren seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar zum Erliegen gekommen. In den vergangenen Wochen wurden sie wieder aufgenommen.
E.Sanchez--LGdM