Mindestens 44 Verletzte bei Zugunglück in Nordfrankreich
Bei einem Zugunglück in Nordfrankreich sind am Freitag mindestens 44 Menschen verletzt worden. Eines der Opfer, eine Frau, habe schwere Verletzungen erlitten, teilte Staatsanwalt Sébastien Gallois am Abend mit. Verkehrsminister Philippe Tabarot hatte zuvor im Onlinedienst X in einer "vorläufigen Bilanz" von rund 20 Verletzten gesprochen. Der Regionalzug mit fast 200 Passagieren an Bord war in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen im Département Seine-Maritime unterwegs.
Der zuständige Präfekt sei vor Ort, um die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren, schrieb der Minister. Zusammen mit ihm "und den Teams der SNCF verfolgen wir die Lage aufmerksam", fügte Tabarot unter Verweis auf das französische Eisenbahnunternehmen hinzu.
Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge gegen 19.45 Uhr zwischen Tourville und Elbeuf-Saint-Aubin auf der Höhe der Gemeinde Cléon.
Vorrang habe "zunächst die Betreuung der Reisenden und anschließend die Wiederherstellung des Verkehrsbetriebs", teilte das Bahnunternehmen SNCF Réseau der Nachrichtenagentur AFP mit.
Der Verkehr auf der Strecke sei unterbrochen, "die Stromversorgung wurde abgeschaltet, um den Rettungseinsatz zu ermöglichen", teilte das Bahnunternehmen mit. Gemeinsam mit der Polizei werde die Unfallursache untersucht.
D.F. Felan--LGdM