Letzte Nachrichten
Weltärzte-Präsident verteidigt 19-Grad-Plan der EU zum Gassparen
Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery hält die von der EU anvisierte Senkung der Heiztemperatur in Büros auf 19 Grad für gesundheitlich unbedenklich. "Dann bringt man sich halt den Pullover von zuhause mit", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes am Donnerstag der Mediengruppe Bayern. Die Senkung müsse nur rechtzeitig angekündigt werden, damit sich jeder darauf einstellen könne - für die Gesundheit der Beschäftigten bedeute die Temperatursenkung "gar nichts".
Kulturstaatsministerin Roth zählt documenta-Geschäftsführerin Schormann an
Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) ist im Antisemitismus-Skandal der Kunstausstellung documenta auf deutliche Distanz zur Generaldirektorin Sabine Schormann gegangen. Nach einer von Schormann verbreiteten Stellungnahme zu dem Skandal erklärte Roth am Donnerstag in Berlin, sie sei "sehr erstaunt und befremdet" über die Stellungnahme.
Sri Lankas Präsident auf dem Weg nach Singapur
Sri Lankas Präsident Gotabaya Rajapaksa ist nach der Flucht vor den Massenprotesten in seiner Heimat auf dem Weg nach Singapur. Rajapaksa verließ am Donnerstag an Bord einer Maschine der Gesellschaft Saudia die Malediven, wie ein Vertreter der örtlichen Flughafenbehörden der Nachrichtenagentur AFP sagte. Rajapaksa, seine Frau Ioma und zwei Leibwächter seien kurz vor dem Abflug vom internationalen Flughafen in Malé in das Flugzeug geleitet worden.
Studie: Emojis im Arbeitsalltag beliebt - Bedeutung nicht immer klar verständlich
Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland nutzt laut einer Studie der Internetplattformen Slack und Duolingo in der Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen Emojis. 60 Prozent der Befragten gaben an, im professionellen Umfeld Emojis zu verwenden, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag erklärten. Weil zuweilen nicht ganz klar sei, was die Smileys bedeuten sollen, komme es jedoch häufig zu Missverständnissen.
Anstieg der Großhandelspreise im Juni leicht abgeschwächt
Der Anstieg der Großhandelspreise hat sich im Juni den zweiten Monat in Folge leicht abgeschwächt - betrug aber immer noch 21,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Besonders im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen, mit Rohstoffen wie Getreide und Saatgut und mit Lebensmitteln wie Milch und Eiern stiegen die Preise kräftig, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.
EU-Kommission rechnet für 2022 nun mit 7,6 Prozent Inflation in der Eurozone
Der Ukraine-Krieg und die Energiekrise dürften sich massiver auf Verbraucher und Wirtschaft in Europa auswirken als bisher vermutet: Die EU-Kommission rechnet laut ihrer aktualisierten Prognose vom Donnerstag für dieses Jahr nun mit einer Inflation von 7,6 Prozent im Euroraum und sogar 7,9 Prozent in Deutschland. Das ist deutlich mehr als noch im Frühjahr vorhergesagt. Ihre Wachstumsprognose für die Eurozone korrigierte die Brüsseler Behörde auf 2,6 Prozent nach unten.
Ministerium: Laufzeitverlängerung brächte 225 Tonnen schwer radioaktiven Materials
Eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland würde nach Berechnungen des Bundesumweltministeriums mindestens 225 Tonnen schwer radioaktives Material zusätzlich entstehen lassen. Falls die drei Kraftwerke drei weitere Jahre in Betrieb blieben, würden zudem etwa 450 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle anfallen, erklärte das Ministerium von Steffi Lemke (Grüne) auf Anfrage der Mediengruppe Bayern (Donnerstagsausgabe). Dies würde große Probleme bei der Lagerung schaffen.
BKA: Verkauf von Falschgeld verlagert sich ins Internet
Falschgeld wird immer häufiger im Internet gehandelt. Polizeilichen Schätzungen zufolge wird mittlerweile mehr als die Hälfte des in Deutschland ermittelten Falschgelds online verkauft, wie aus dem am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Bundeslagebild "Falschgeldkriminalität 2021" des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht.
Frankreich begeht Nationalfeiertag mit traditioneller Militärparade
Mit einer Militärparade in Paris hat Frankreich am Donnerstag seinen Nationalfeiertag begangen. Unter den Augen von Präsident Emmanuel Macron marschierten die Soldaten über den Boulevard Champs-Elysées. Die Militärparade steht in diesem Jahr im Zeichen des Ukraine-Kriegs. Die französischen Truppen, die seit dem Beginn der russischen Offensive in Osteuropa stationiert wurden, nehmen bei der Parade einen besonderen Platz ein. Als Gastländer wurden Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien eingeladen.
EuGH: Thermofenster als Abschalteinrichtung bei üblichen Temperaturen unzulässig
Ein Thermofenster, das die Abgasreinigung in Dieselfahrzeugen bei sehr hohen und bei niedrigen Temperaturen reduziert, ist eine unzulässige Abschalteinrichtung. Eine Ausnahme könnte gelten, wenn das Thermofenster nachweislich zum Schutz vor schweren Risiken für den Motor eingebaut wird, die eine Gefahr beim Fahren darstellten, erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg. Auch dann wäre eine Abschalteinrichtung aber unzulässig, wenn sie den Großteil des Jahres unter normalen Bedingungen laufen muss. (Az. C-128/20 u.a.)
Beschäftigte der Seehäfen streiken erneut
Die Beschäftigten der deutschen Nordseehäfen sind am Donnerstag erneut in den Streik getreten. Der Ausstand begann mit der Frühschicht und soll 48 Stunden dauern, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Sie erwartet so viele Teilnehmer wie beim Warnstreik Ende Juni - damals hatten sich rund 8000 Beschäftigte beteiligt. Die Arbeitgeber kritisierten den neuen Warnstreik als "unverantwortlich".
Petersen und Günter in "Sorge" wegen der Zusatzbelastung
Die Spieler des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg gehen wegen der Zusatzbelastung in der Europa League mit ein paar Zweifeln in die Saison. "Es ist das erste Jahr nach einer langen Zeit, wo wir wieder international spielen. Den Rhythmus ist man nicht wirklich gewohnt", sagte Kapitän Christian Günter bei Sky: "Ich glaube die Dreifachbelastung wird extrem werden für uns."
Arbeitgeberpräsident fordert Entlastung bei Krankenkassenbeiträgen
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor einem dramatischen Wirtschaftseinbruch und fordert deshalb Entlastungen bei den Krankenkassenbeiträgen. "Es sieht so aus, als ob Russland das Gas stark verknappt oder auf Dauer gar nichts mehr liefert", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag. "Wir stehen vor der größten Krise, die das Land je hatte."
Zweitligist Hamburger SV stellt Sportdirektor Mutzel frei
Drei Tage vor Saisonbeginn hat Fußball-Zweitligist Hamburger SV seinen Sportdirektor Michael Mutzel von allen Tätigkeiten mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dies teilten die Hanseaten am Donnerstag offiziell mit.
Emma Thompson sieht Erkennen eigener Bedürfnisse als Basis für Liebe
Die britische Schauspielerin Emma Thompson hat in jahrelanger Psychotherapie gelernt, sich selbst zu lieben. Indem sie sich selbst analysiere, "entwickle ich mehr Geduld für mich selbst und ich begreife zugleich, wie andere Menschen ticken", sagte die Oscar-Preisträgerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Das wiederum sei "eine Voraussetzung für meinen Job".
Regierung in Italien droht auseinanderzubrechen
Italien steht vor einer Regierungskrise: Die an der Koalition von Ministerpräsident von Ministerpräsident Mario Draghi beteiligte Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) hat angekündigt, eine Vertrauensabstimmung im Senat zu boykottieren. Die M5S-Senatoren werden bei der Abstimmung am Donnerstag den Saal verlassen, wie Parteichef Giuseppe Conte am Mittwochabend ankündigte. Die Debatte im Senat begann am Donnerstagmorgen.
Pflegebevollmächtigte fordert wegen Hitzewellen Schutzmaßnahmen für Heime
Angesichts der häufiger werdenden Hitzewellen in Deutschland hat die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll (SPD), Schutzmaßnahmen für Heime gefordert. "In Zeiten des Klimawandels und längerer Hitzeperioden werden sich mittelfristig alle Pflegeeinrichtungen damit beschäftigen müssen, ihre Bewohner vor extremen Temperaturen besser zu schützen", sagte Moll den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Die Länder müssten dafür Gelder zur Verfügung stellen.
Sozialverbände wollen in Karlsruhe höhere Hartz-IV-Sätze erstreiten
Angesichts der deutlich steigenden Preise klagen die Sozialverbände SoVD und VdK für eine stärkere Erhöhung der Sätze für Hartz IV und Grundsicherung im Alter. Die beiden Verbände kündigten am Donnerstag an, in Musterstreitverfahren bis vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Mit der nur sehr geringen Anhebung der Sätze in diesem Jahr verstoße die Regierung "gegen ihren verfassungsmäßigen Auftrag, das Existenzminimum zeitnah sicherzustellen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
Umfrage: Experten weltweit rechnen mit anhaltend hoher Inflation
Finanz- und Wirtschaftsexperten weltweit rechnen laut einer Umfrage des Ifo-Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik mit einer anhaltend hohen Inflation. Für 2022 lag der durchschnittlich erwartete Wert weltweit bei 7,7 Prozent, wie das Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Die erwartete Inflationsrate lag somit rund fünf Prozentpunkte über der von der Weltbank ausgewiesenen Inflationsrate für die Jahre 2010 bis 2019.
SPD-Vize Kutschaty sieht für Schröder keine Zukunft mehr in der Partei
Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thomas Kutschaty sieht keine Zukunft mehr für den früheren Kanzler Gerhard Schröder in der Partei. Schröder habe "selbst entschieden, dass ihm die finanzielle und persönliche Abhängigkeit von Putin wichtiger ist als sein Einsatz für die SPD oder das Erbe seiner Kanzlerschaft", sagte Kutschaty kurz vor Beginn der mündlichen Anhörung im SPD-Verfahren zu einem Parteiausschluss des Altkanzlers der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe).
Ende Januar lebten rund 178.000 wohnungslose Menschen in Unterkünften
Ende Januar lebten in Deutschland rund 178.000 Menschen wegen Wohnungslosigkeit unter anderem in Not- und Gemeinschaftsunterkünften. Das geht aus einer erstmals vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag veröffentlichten Statistik hervor. 62 Prozent der untergebrachten Obdachlosen waren demnach Männer und 37 Prozent Frauen. In einem Prozent der Fälle wurde das Geschlecht nicht angegeben.
Netflix arbeitet für Werbegeschäft mit Microsoft zusammen
Der Streamingdienst Netflix arbeitet für ein künftiges Geschäftsmodell mit Werbung auf seiner Plattform mit dem Microsoft-Konzern zusammen. Microsoft verfüge über das nötige Know-how, "um uns ein neues Abonnementangebot mit Werbung aufzubauen", erklärte Netflix-Geschäftsführer Greg Peters am Mittwoch. Werbung auf der Plattform soll günstigere Abonnements ermöglichen, wie das Unternehmen im April mitgeteilt hatte.
Visumsprobleme: Schnellster Mann Afrikas verpasst die WM
Medaillenkandidat Ferdinand Omanyala (Kenia) verpasst wegen Visumsproblemen die Leichtathletik-WM in Eugene/USA (15. bis 24. Juli). "Ich habe meine Reise nach Oregon aufgegeben. Selbst wenn ich heute ein Visum erhalte, ist es zu spät", sagte der schnellste Mann Afrikas der Nachrichtenagentur AFP. Die Reise von Kenia nach Eugene würde rund 24 Stunden dauern, die Vorläufe über 100 m stehen in der Nacht von Freitag auf Samstag (03.50 Uhr MESZ) auf dem Programm.
Zahl der Ehescheidungen im vergangenen Jahr leicht gesunken
Die Zahl der Scheidungen ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Insgesamt wurden 2021 rund 142.800 Ehen geschieden und damit knapp 1100 oder 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Bereits im Jahr 2020 waren die Scheidungen um 3,5 Prozent zurückgegangen.
Demonstranten in Sri Lanka kündigen Rückgabe besetzter Gebäude an
Die Demonstranten in Sri Lanka haben die Rückgabe des von ihnen besetzten Präsidentenpalasts und anderer Gebäude in der Hauptstadt Colombo angekündigt. "Wir ziehen uns mit sofortiger Wirkung friedlich aus dem Präsidentenpalast, dem Präsidentenbüro und dem Amtssitz des Regierungschefs zurück, werden unseren Kampf aber fortsetzen", sagte eine Sprecherin der Protestbewegung am Donnerstag.
Der Krise entfliehen: Griechenland lädt Deutsche zum Überwintern ein
Angesichts der hohen Inflation und der drohenden Energiekrise in Deutschland hat der griechische Tourismusminister die Deutschen aufgerufen, in seinem Land zu überwintern. "Wir werden hier auf Sie warten", sagte Minister Vasilis Kikilias der "Bild" vom Donnerstag. "Für Herbst und Winter wäre es für uns Griechen eine große Freude, deutsche Rentner zu begrüßen, die einen 'mediterranen Winter' mit griechischer Gastfreundschaft, mildem Wetter und hochwertigen Dienstleistungen erleben möchten."
Pazifik-Staaten fordern "sofortige" globale Maßnahmen gegen den Klimawandel
In ihrem Kampf gegen die Klimaerwärmung haben die Inselstaaten im pazifischen Ozean die Weltgemeinschaft eindringlich zum Handeln aufgerufen. "Wir stehen an der Spitze bei den negativen Auswirkungen des Klimawandels", erklärten die Staats- und Regierungschefs in einem gemeinsamen Strategiepapier, das am Donnerstag nach einem dreitägigen Gipfeltreffen in Fidschis Hauptstadt Suva verabschiedet wurde. Es seien "dringende, robuste und transformative Maßnahmen" auf "weltweiter, regionaler und nationaler" Ebene nötig.
Chef des Bevölkerungsschutzamts will Deutschland "krisenfester" machen
Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, will Deutschland "krisenfester" machen. "Letztlich geht es darum, die Krisenvorsorge auch beim Einzelnen zu optimieren", sagte Tiesler am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin".
"Equal Pay"? Voss-Tecklenburg und Popp gelassen
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kann die niedrigere Turnierprämie der deutschen Fußballerinnen gegenüber der Männer-Nationalmannschaft ein Stück weit nachvollziehen. "Zur Wahrheit gehört auch, dass die Vermarktungserlöse von Männern und Frauen, aus denen sich auch die Turnierprämien ergeben, extrem weit auseinanderliegen. Das ist leider noch Fakt", sagte die 54-Jährige der Bild.
Petersen in "Sorge" wegen europäischer Zusatzbelastung
Angreifer Nils Petersen vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg plagen angesichts der Zusatzbelastung in der Europa League ein paar Zweifel. "Die Sorge ist immer in uns: Kriegen wir das europäisch hin, können wir unser Level halten?", sagte der 33-Jährige dem kicker: "Wir haben zwar jetzt das Selbstverständnis, dass wir diesmal nicht mehr nur vom Klassenerhalt reden dürfen, andererseits hat uns die Demut immer gutgetan mit dem Hintergrundwissen: Wir können für Furore sorgen."
kicker: Gnabry wohl vor Vertragsverlängerung bei Bayern
Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry könnte seinen 2023 auslaufenden Kontrakt bei Bayern München wohl schon bald verlängern. Wie der kicker berichtet, verlaufen die zwischenzeitlich stockenden Verhandlungen nun "deutlich positiver" und es deute sich "in absehbarer Zeit" eine Einigung an. Gnabry hatte Ende vergangener Woche das Training beim Rekordmeister aufgenommen.
Unesco: Hälfte der Telegram-Inhalte zu Holocaust leugnet oder verfälscht Geschichte
Die Unesco hat eine massive Verbreitung von Leugnung und Verfälschung des Holocaust im Online-Dienst Telegram angeprangert. "Fast die Hälfte aller Inhalte zum Holocaust auf öffentlichen Telegram-Kanälen leugnet oder verzerrt dessen Geschichte", heißt es in einem von der UN-Kulturorganisation veröffentlichten Bericht. "Diese Posts, die für jeden, der Informationen zum Holocaust sucht, leicht zugänglich sind, sind häufig explizit antisemitisch."