Letzte Nachrichten
Macron kritisiert Äußerungen des chinesischen Botschafters zu Ex-Sowjetrepubliken
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Bemerkungen des chinesischen Botschafters in Frankreich zur Souveränität ehemaliger Sowjetrepubliken kritisiert und den betroffenen Ländern seine Solidarität ausgedrückt. "Ich denke, es ist für einen Diplomaten nicht angemessen, diese Form der Sprache zu wählen", sagte Macron am Rande eines Gipfeltreffens in der belgischen Hafenstadt Ostende am Montag. "Daher volle Solidarität mit den Ländern, die in ihrer Lesart der Geschichte und ihren Grenzen angriffen wurden", fügte er hinzu.
Biden dürfte am Dienstag Kandidatur für zweite Amtszeit verkünden
Eine erwartete Kandidatur für eine Wiederwahl - und eine wenig begeisterte Wählerschaft: US-Präsident Joe Biden könnte am Dienstag seine Bewerbung für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus verkünden. Medienberichten zufolge dürfte der 80-jährige US-Demokrat dann in einem Video offiziell bekanntgeben, dass er bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut antreten will. Bestätigt wurde dies bislang von offizieller Seite nicht.
Drei Konkurrenten für den DFB bei Vergabe der Frauen-WM 2027
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss sich bei seiner gemeinsamen Bewerbung mit Belgien und den Niederlanden um die Ausrichtung der Frauen-WM 2027 wie erwartet gegen drei Konkurrenten durchsetzen. Der Weltverband FIFA bestätigte am Montag, dass neben dem europäischen Trio auch Brasilien, Südafrika und der US-Verband in einer gemeinsamen Bewerbung mit Mexiko ihr Interesse an dem Turnier hinterlegt haben.
Früherer Reality-Fernsehdarsteller in Aachen zu 14 Jahren Haft verurteilt
Das Landgericht Aachen hat einen früheren Reality-Fernsehdarsteller zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Der 61-Jährige soll wegen bandenmäßigen Kokainhandels für 14 Jahre in Haft, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte. Damit folgte die Kammer der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen einen Freispruch beantragt.
Axel-Springer-Verlag verklagt Ex-Bild-Chef Reichelt
Der Axel-Springer-Verlag hat den ehemaligen Chefredakteur der "Bild", Julian Reichelt, verklagt. Dies bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Neben einer Zivilklage, die auf die Rückzahlung einer siebenstelligen Abfindung sowie eine sechsstellige Vertragsstrafe abzielt, hat der Verlag demnach auch Strafanzeige wegen Betrugs gegen Reichelt erstattet. Über die Zivilklage hatte zuvor der "Spiegel" berichtet.
Neun Länder wollen Windenergieleistung in der Nordsee verdoppeln
Deutschland und acht weitere europäische Länder wollen ihre Windkraftanlagen in der Nordsee massiv ausbauen: Das war das Ziel eines Gipfeltreffens in der belgischen Hafenstadt Ostende am Montag. In der Nordsee entstehe "das grünste Kraftwerk der Welt", sagte der belgische Regierungschef Alexander De Croo. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lobte, die neun Länder gingen den Ausbau der Windenergie und von grünem Wasserstoff nun "im großen europäischen Verbund" an.
UN-Sonderbeauftragter Volker Perthes bleibt weiter im Sudan
Der UN-Sonderbeauftragte für den Sudan, Volker Perthes, wird trotz der anhaltenden Kämpfe im Land und der laufenden Evakuierung von ausländischen Staatsbürgern vorerst im Sudan bleiben. Nach Angaben der UNO vom Montag bleiben einige Mitarbeiter, unter ihnen Perthes, im Sudan, um weiterhin auf eine Lösung für den aktuellen Konflikt hinzuarbeiten. Rund 700 UN-Mitarbeiter, Entwicklungshelfer, Diplomaten und ihre Familien hätten inzwischen Port Sudan erreicht, um von dort das Land zu verlassen, hieß es in der Mitteilung der UNO weiter.
Guterres prangert in UN-Sitzung "Verwüstung" der Ukraine durch Russland an
UN-Generalsekretär António Guterres hat in einer von Russland geleiteten Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen die durch den russischen Angriff auf die Ukraine angerichtete "Verwüstung" angeprangert. Die völkerrechtswidrige russische Invasion in der Ukraine habe "massives Leiden und die Verwüstung des Landes" angerichtet, sagte Guterres am Montag in New York in Anwesenheit des russischen Außenministers Sergej Lawrow.
Letzte Generation macht mit Blockaden in Berlin Druck auf Politik
Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation haben am Montag in Berlin mit einer Ausweitung ihrer Straßenblockaden für einen besseren Klimaschutz demonstriert. Nach Angaben der Polizei kam es an bis zu 36 Orten in der Hauptstadt zu Straßenblockaden und anderen Protesten. Laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) wurden knapp 200 Aktivisten vorübergehend festgenommen, rund 50 davon kamen nach Polizeiangaben anschließend in Gewahrsam.
Handball: Flensburg stellt Trainer Machulla frei
Derby-Pleite mit Folgen: Die SG Flensburg-Handewitt hat sich am Tag nach der Niederlage beim THW Kiel (19:29) von Maik Machulla getrennt. Dies teilte der Handball-Bundesligist am Montag mit. Machulla war seit Sommer 2017 als Cheftrainer der SG tätig, unter ihm hatte Flensburg in den Jahren 2018 und 2019 die Meisterschaft gewonnen und landete 2020 und 2021 jeweils auf dem zweiten Platz.
Gebeine des Gründers der faschistischen Falange-Partei in Spanien umgebettet
Begleitet von Protesten rechtsextremer Demonstranten sind am Montag die Gebeine des Gründers der faschistischen Falange-Partei in Spanien umgebettet worden. Die sterblichen Überreste von José Antonio Primo de Rivera wurden in dem monumentalen, einstigen Franco-Mausoleum im Valle de los Caídos, dem Tal der Gefallenen, in der Nähe von Madrid exhumiert und in ein Familiengrab in der spanischen Hauptstadt überführt.
Faeser hat kein Verständnis für Aktionen von Klimagruppe Letzte Generation
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die Straßenblockaden der Klimaschutzgruppe Letzte Generation kritisiert. "Ich habe nicht das geringste Verständnis für die Aktionen", sagte Faeser dem "Tagesspiegel" aus Berlin laut Mitteilung vom Montag. "Die Klimakrise können wir nur demokratisch bekämpfen." Der Rückhalt in der Gesellschaft sei die entscheidende Grundlage dafür. Wer andere im Alltag blockiere und ihnen das Leben schwer mache, schade dem Klimaschutz gewaltig.
Frankreichs geplante Abschiebe-Aktion auf Mayotte stößt auf Widerstand
Eine größere Abschiebeaktion auf der französischen Pazifikinsel Mayotte stößt auf Widerstand der benachbarten Komoren. "Kein Abgeschobener wird in einem Hafen unter komorischer Souveränität einlaufen", erklärte der komorische Innenminister Fakridine Mahamoud am Montag. Er warf Frankreich vor, die Abschiebungen "ohne jede Absprache" zu organisieren.
Mitglied von türkischer Extremistengruppe in Düsseldorf zu Bewährungsstrafe verurteilt
Ein Mitglied der linksextremistischen türkischen Organisation DHKP-C ist vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Verurteilt wurde der 59-jährige Angeklagte Veli T. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
Deutsche Großstädte werden fahrradfreundlicher
Besonders in deutschen Großstädten bewerten Fahrradfahrer den Ausbau von Radwegen und anderer Radinfrastruktur positiv. "Die Förderung von Radverkehrsmaßnahmen wird wahrgenommen und honoriert", erklärte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Montag unter Verweis auf eine Umfrage. "Finden Radfahrende breite Radwege, gute Angebote an Mieträdern und genug sichere Abstellmöglichkeiten vor, sind sie zufriedener und bewerten ihre Kommunen auch besser."
Neun Länder wollen Offshore-Windenergieleistung verdoppeln
Deutschland und acht weitere europäische Länder wollen ihre Windkraftanlagen in der Nordsee massiv ausbauen: Das ist das Ziel eines Gipfeltreffens in der belgischen Hafenstadt Ostende am Montag. In der Nordsee entstehe "das grünste Kraftwerk der Welt", sagte der belgische Regierungschef Alexander De Croo zum Auftakt.
Anklage fordert in Frankfurt fünf Jahre Jugendstrafe für mutmaßlichen Bombenbauer
Im Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der rechtsextremen Gruppierung Atomwaffen Division hat die Bundesanwaltschaft am Montag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main eine fünfjährige Jugendstrafe gefordert. Sie wirft Marvin E. die versuchte rädelsführerschaftliche Gründung einer terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Waffen- und Sprengstoffdelikte vor, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Der heute 21-Jährige soll versucht haben, einen hessischen Ableger der Gruppe zu gründen, der Anschläge begehen sollte.
Thyssenkrupp wechselt überraschend die Führungsspitze aus
Die Chefin von Thyssenkrupp, Martina Merz, hört auf. Sie gehe "im Interesse des Unternehmens", erklärte sie am Montag. Ihr Nachfolger bereits zum 1. Juni wird Miguel Ángel López Borrego, derzeit Chef des Auto- und Industriezulieferers Norma in Maintal, wie Thyssenkrupp mitteilte. López Borrego war davor Chef von Siemens Spanien und Aufsichtsratsvorsitzender bei Siemens Gamesa Renewables.
Unbekannte reißen in Sachsen mindestens 20 Fröschen und Kröten Schenkel aus
Unbekannte haben in Sachsen mindestens 20 Fröschen und Kröten die Schenkel ausgerissen. Wie die Dresdner Polizei am Montag berichtete, warfen die Täter die verstümmelten Tiere anschließend in Niederottendorf in den Lohbach, wo sie verendeten.
Mutmaßlicher PKK-Gebietsverantwortlicher in Frankfurt am Main vor Gericht
Ein mutmaßlicher PKK-Kader muss sich seit Montag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verantworten. Der 55 Jahre alte Ali Ö. soll sogenannter Gebietsverantwortlicher für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Sachsen, Gießen, Kassel und Erfurt gewesen sein. Dabei habe er anderen Aktivisten Anweisungen gegeben sowie Propagandaveranstaltungen und Versammlungen organisiert, wirft ihm die Anklage vor.
Journalistenverband fordert klare Regeln für Künstliche Intelligenz
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat zu einem sorgfältigen und differenzierten Umgang mit künstlicher Intelligenz im Journalismus aufgerufen. Wie der Verband am Montag in einem Positionspapier erklärte, wird Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten "tiefgreifend" verändern. Allerdings könne KI deren Wächterfunktion mangels Ethik und Wertesystem nicht wahrnehmen.
Roger Waters darf trotz Antisemitismusvorwürfen in Frankfurter Festhalle auftreten
Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters darf einem Urteil zufolge Ende Mai doch in Frankfurt am Main auftreten. Das dortige Verwaltungsgericht gab einem Eilantrag des Musikers gegen die Absage des Konzerts am Montag statt. Die hessische Landesregierung und der Magistrat der Stadt hatten das für den 28. Mai geplante Konzert abgesagt und damit begründet, dass Waters "einer der reichweitenstärksten Antisemiten der Welt" sei.
Bahngewerkschaft EVG wettert vor Tarifverhandlungen gegen die Bahn
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat vor Beginn der Tarifgespräche mit der Deutschen Bahn am Dienstag verbal noch einmal aufgerüstet. Der Tarifverantwortliche der Gewerkschaft, Kristian Loroch, warf dem Konzern am Montag "respektloses" und "anmaßendes" Verhalten vor. "Wie so oft glaubt die Deutsche Bahn, dass sie selbstherrlich die Spielregeln bestimmen kann", erklärte er.
Windenergie-Branche dringt vor Gipfel in Ostende auf Finanzhilfen
Die Windenergiebranche dringt vor dem Nordsee-Gipfel im belgischen Ostende auf milliardenschwere Finanzhilfen der öffentlichen Hand. Für den Ausbau von Offshore-Anlagen auf hoher See würden "bisher nicht ausreichende Mittel mobilisiert", sagte der leitende Politikreferent des Verbands WindEurope, Pierre Tardieu, der Nachrichtenagentur AFP anlässlich des Treffens am Montag. Die neun europäischen Teilnehmerländer - darunter Deutschland, Großbritannien und Dänemark - wollen in Ostende vereinbaren, ihre gemeinsame Offshore-Leistung bis 2050 auf 300 Gigawatt zu steigern. Das ist mehr als doppelt so viel wie bisher geplant.
Evakuierung von Ausländern aus dem Sudan läuft auf Hochtouren
Angesichts der eskalierenden Gewalt im Sudan laufen die internationalen Bemühungen um die Evakuierung ausländischer Staatsbürger auf Hochtouren. Bis Montagvormittag wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als tausend EU-Bürger in Sicherheit gebracht, darunter rund 150 Deutsche. Laut Auswärtigem Amt sollten die Evakuierungen mithilfe von Bundeswehrflugzeugen am Montag fortgesetzt werden. Nach zehn Tagen heftiger Kämpfe im Sudan scheint die vor vier Jahren begonnene Demokratisierung des Landes vorerst gescheitert.
Jubiläumsspiel gegen die Ukraine: DFB sendet Friedenszeichen
Ein Zeichen für den Frieden im 1000. Länderspiel: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sendet zu ihrem Jubiläum am 12. Juni gegen die Ukraine in Bremen ein klares Signal in die Welt. Neben dem Duell mit der von Russland überfallenen Nation steht zum Saisonabschluss eine Begegnung mit Polen in Warschau am 16. Juni sowie vier Tage später ein Länderspiel gegen Kolumbien in Gelsenkirchen auf dem Programm.
Söldner sollen in Bachmut keine Gefangenen mehr nehmen
Die russische Söldner-Truppe Wagner wird nach Angaben ihres Chefs Jewgeni Prigoschin bei den Kämpfen um die ukrainische Stadt Bachmut keine Kriegsgefangenen mehr nehmen, sondern gegnerische Soldaten sofort töten. "Wir werden alle auf dem Schlachtfeld töten. Nehmt keine Kriegsgefangenen mehr", sagte der Wagner-Chef in einer am Sonntag veröffentlichten Audiobotschaft.
Polizei meldet mehr als 40 Gewahrsamnahmen bei Klimaprotesten in Berlin
Bei den Klimaprotesten der Gruppe Letzte Generation hat die Polizei bislang mehr als 40 Aktivisten in Gewahrsam genommen. Dort werde "über weitere Maßnahmen entschieden", schrieb die Polizei am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Einem Sprecher zufolge wird nun geprüft, ob Protestteilnehmer und -teilnehmerinnen einem Richter vorgeführt werden.
Frankreich schließt Botschaft in Khartum
Frankreich hat seine Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum vorerst geschlossen. "Die französische Botschaft im Sudan ist kein Sammelpunkt mehr für Menschen, die Khartum verlassen wollen", teilte das Außenministerium am Montag in Paris mit. Die französische Botschaft im Sudan arbeite weiter unter Verantwortung der Botschafterin von Paris aus, hieß es weiter.
Haschisch-Butter einer Seniorin landet versehentlich in Schul-Muffins
Eine 73-jährige Seniorin in Australien hat einem Teenager versehentlich erlaubt, mit Haschisch-Butter Muffins für die Schule zu backen. Sie bedauere den Vorfall zutiefst, sagte Pam Annette Bickerton vor Gericht in Adelaide. Zugleich bekannte sie sich schuldig, eine unter das Betäubungsmittelgesetz fallende Substanz an Kinder gegeben zu haben.
Macron schließt Ablösung durch Rechtspopulistin Marine Le Pen nicht aus
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat zum ersten Jahrestag seiner Wiederwahl seine Ablösung durch die Rechtspopulistin Marine Le Pen nicht ausgeschlossen. "Marine Le Pen wird an die Macht kommen, wenn wir auf die Herausforderungen des Landes keine Antworten finden, und wenn sich Lügen und Realitätsverweigerung etablieren", sagte er im Gespräch mit Lesern der Zeitung "Le Parisien" (Montagsausgabe).
26-Jähriger sitzt nach Messerattacke in Duisburg in Untersuchungshaft
Sechs Tage nach der Messerattacke in einem Fitnessstudio in Duisburg sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Ein Haftrichter ordnete die Maßnahme gegen den 26-Jährigen wegen versuchten Mordes an, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in der Ruhrgebietsstadt am Montag sagte. Der Mann war in der Nacht zum Sonntag festgenommen worden. Er soll vor rund einer Woche vier Menschen bei einem Messerangriff schwer verletzt haben.