Letzte Nachrichten
Arbeiter in Baden-Württemberg in Baugrube von Erdmassen verschüttet
Ein Arbeiter ist in Baden-Württemberg in einer Baugrube von Erdmassen verschüttet worden und ums Leben gekommen. Der 54-Jährige stieg am Donnerstag auf einer Baustelle in Aitrach in eine etwa drei Meter tiefe Baugrube, als sich Teile der Erdschichten lösten und ihn begruben, wie das Polizeipräsidium Ravensburg mitteilte.
Lampedusa sieht sich mit Ankunft tausender Migranten konfrontiert
Die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa sieht sich derzeit mit der Ankunft tausender Migranten konfrontiert, deren Aufnahme sie kaum bewältigen kann. Das italienische Rote Kreuz meldete am Mittwochabend mehr als 7000 Neuankömmlinge - so viele, wie die 145 Kilometer nördlich von Tunesien gelegene Insel Einwohner zählt.
Anklage wegen islamistisch motivierter Messerangriffe von Duisburg erhoben
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Syrer erhoben, der Anfang April in der Duisburger Altstadt einen Mann erstochen und wenige Tage später in einem Fitnessstudio drei Männer mit einem Messer angegriffen und lebensbedrohlich verletzt haben soll. Die Taten seien mutmaßlich islamistisch motiviert gewesen, teilte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mit. Der Angeschuldigte Maan D. sei Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).
ChatGPT-Entwickler OpenAI öffnet erstes EU-Büro in Dublin
Das US-Unternehmen OpenAi, bekannt vor allem als Entwickler des KI-Chatbots ChatGPT, hat Irland als Sitz für eine erste Niederlassung in einem EU-Staat ausgewählt. "Wir erweitern unsere Präsenz in Europa mit einem neuen Büro in Dublin", erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einem Blog-Eintrag. Zudem sei geplant, das Team in Irland in diesem Jahr weiter zu vergrößern.
Kreml: Putin nimmt Einladung Kims nach Nordkorea an
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un nach Nordkorea angenommen. Putin habe während Kims derzeitigem Besuch in Russland "mit Freude" dessen Einladung zu einem Gegenbesuch angenommen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag vor Journalisten. Wie Peskow weiter mitteilte, überreichten Putin und Kim einander jeweils ein Gewehr als Gastgeschenke.
EZB-Chefin: Entscheidung für weitere Leitzinserhöhung nicht einstimmig
Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen ein weiteres Mal zu erhöhen, ist nicht einstimmig gefallen. Es habe eine "solide Mehrheit" der EZB-Räte für diesen Schritt gegeben, sagte Zentralbankchefin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt. Einige Zentralbanker hätten sich aber dafür ausgesprochen, das bisherige Zinsniveau beizubehalten und die weitere Entwicklung abzuwarten.
Europäisches Urteil bewahrt Volkswagen vor Geldbuße in Italien
Volkswagen kann nach einem neuen Urteil des Europäischen Gerichtshofs darauf setzen, eine in Italien verhängte Geldbuße wegen des Abgasskandals nicht bezahlen zu müssen. Das Verbot der doppelten Bestrafung stehe dem entgegen, entschieden die europäischen Richterinnen und Richter am Donnerstag in Luxemburg. VW hatte in der Zwischenzeit bereits in Deutschland ein Bußgeld von einer Milliarde Euro gezahlt. (Az. C‑27/22)
Köln ohne Martel und Olesen: Baumgart "nicht begeistert"
In Eric Martel und Mathias Olesen sind gleich zwei wichtige Profis verletzt von den Spielen ihrer Nationalmannschaften zum 1. FC Köln zurückgekehrt. FC-Trainer Steffen Baumgart reagierte entsprechend bedient. "Sie können sich vorstellen, was ich von Länderspielpausen halte", sagte Baumgart nach der Verkündung des "drei bis vier Wochen" langen Ausfalls seiner beiden defensiven Mittelfeldspieler.
Klimawandel: Kovac bringt spätere Anstoßzeiten ins Gespräch
Niko Kovac hat angesichts der Auswirkungen des Klimawandels spätere Anstoßzeiten in der Fußball-Bundesliga ins Gespräch gebracht. Die Hitze bereite ihm Sorgen, sagte der Trainer des VfL Wolfsburg auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Sie wirke sich auch auf die Qualität der Spiele aus.
Tuchel: Comeback von Neuer rückt näher
Das Comeback von Manuel Neuer rückt trotz eines kleinen Rückschlags immer näher: Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel erwartet den Kapitän von Bayern München "vor der nächsten Länderspielpause wieder auf dem Platz". Die beginnt am 9. Oktober.
Motiv für Messerattacken in Raum Diepholz nach Festnahme unklar
Nach der Tötung einer 17-Jährigen und einer Messerattacke auf eine 30-Jährige in Niedersachsen im Raum Diepholz ist das Tatmotiv weiter völlig unklar. Dies sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der tatverdächtige 42-jährige mache zunächst keine Angaben zu den Taten. Der Mann kam in Untersuchungshaft.
Dresdner Giraffenbulle verweigert Umzug nach Dänemark
Ein Giraffenbulle aus dem Dresdner Zoo hat einen Umzug nach Dänemark verweigert. Das Verladen des Tiers in eine Transportbox wurde nach knapp vier Stunden abgebrochen, weil der Bulle zu nervös war und keine Anstalten machte, den Spezialanhänger zu betreten, wie der Zoo am Donnerstag mitteilte. Im Interesse des Tierwohls bleibe er nun weiterhin in Dresden.
Haftstrafe für Mann wegen Mordes an Mutter durch Brandstiftung in Detmold
Weil er das gemeinsam mit seiner Mutter bewohnte Haus anzündete und diese in der Folge starb, hat das Landgericht Detmold einen 56-Jährigen zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Angeklagte soll wegen Mordes in Tateinheit mit Brandstiftung mit Todesfolge zunächst vier Jahre im Gefängnis absitzen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Danach soll er in eine Entziehungsanstalt zur Behandlung seiner Alkoholsucht kommen.
EZB erhöht Leitzinsen ein weiteres Mal um 0,25 Prozentpunkte
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen ein weiteres Mal um 0,25 Prozentpunkte erhöht. "Die Inflation geht weiter zurück. Es wird jedoch nach wie vor erwartet, dass sie zu lange zu hoch bleiben wird", begründete die EZB am Donnerstag ihre Entscheidungen zur Geldpolitik.
Grüne setzen zu Europawahl auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit
Die Grünen wollen den ökologischen Umbau und soziale Gerechtigkeit in Europa in den Mittelpunkt ihres Europa-Wahlkampfs im kommenden Jahr stellen. Weiteres zentrales Thema im Antrag für das Wahlprogramm, den die Parteispitze am Donnerstag in Berlin vorstellte, ist die Außen- und Sicherheitspolitik. Hier sollen Mehrheitsentscheidungen statt des geltenden Einstimmigkeitsprinzips für mehr Handlungsfreiheit in der EU sorgen.
EU-Parlament stimmt für Maßnahmen zur Sicherung kritischer Rohstoffe
Das Europaparlament hat mit großer Mehrheit für ein Maßnahmenpaket zur Sicherung sogenannter kritischer Rohstoffe wie Lithium und Silizium gestimmt. Die Abgeordneten in Straßburg sprachen sich am Donnerstag dafür aus, Lieferketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einzelnen Staaten zu reduzieren. Sie forderten die EU-Kommission zudem auf, Verhandlungen mit den USA über die Versorgung mit kritischen Rohstoffen aufzunehmen.
Rettungskräfte arbeiten sich nach Erdbeben in Marokko in entlegene Gebiete vor
Sechs Tage nach dem schweren Erdbeben in Marokko mit fast 3000 Toten haben sich die Rettungskräfte am Donnerstag weiter in entlegene Bergdörfer vorgearbeitet, die seit der Katastrophe von der Außenwelt abgeschnitten waren. Trotz der verheerenden Auswirkungen des Bebens nimmt Marokko weiterhin wenige internationale Hilfsangebote an: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) musste einen geplanten Flug mit Hilfsgütern in das nordafrikanische Land kurzfristig absagen.
Svensson verschwendet keine Gedanken an Vertragsverlängerung
Trainer Bo Svensson macht sich noch keine Gedanken um eine mögliche Verlängerung seines auslaufenden Vertrags beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. "In der jetzigen Situation spielt das überhaupt keine Rolle", sagte der Däne, dessen Vertrag bei den Rheinhessen bis Sommer 2024 läuft, am Donnerstag: "Meinen Fokus darauf zu legen, was in der Zukunft ist, ist wirklich sehr weit weg von meiner Denkweise."
Gericht: Erster Leitungsabschnitt für Rügener LNG-Terminal darf gebaut werden
Die Deutsche Umwelthilfe ist mit dem Versuch gescheitert, einen vorläufigen Baustopp gegen einen Abschnitt der Anbindungsleitung für das auf Rügen geplante LNG-Terminal zu erwirken. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig lehnte den Eilantrag gegen den dafür erlassenen Planfeststellungsbeschluss des Bergamtes Stralsund ab, wie es am Donnerstag mitteilte. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte daraufhin die Absage des gesamten Projekts. (Az. 7 VR 4.23)
Einsatz fraglich: Schalke bangt um Terodde
Fußball-Zweitligist Schalke 04 muss am Wochenende möglicherweise auf Stürmer Simon Terodde verzichten. Der 35-Jährige habe aufgrund von muskulären Problemen "weiterhin individuell trainiert, da müssen wir schauen, ob es reicht", sagte Cheftrainer Thomas Reis vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sport1).
Anklage nach tödlichem Zusammenstoß zweier S-Bahnen bei München
Nach dem tödlichen Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Februar 2022 bei Schäftlarn südlich von München hat die Staatsanwaltschaft München I einen der S-Bahnfahrer angeklagt. Dem Mann werde eine vorsätzliche Gefährdung des Bahnverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit 51 Fällen der fahrlässigen Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Ermittlungsbehörde am Donnerstag mit. Die Anklage erfolgte zum Amtsgericht.
Russland und Ukraine melden erneut gegenseitige Drohnenangriffe
Russland hat mehrere ukrainische Regionen nach Angaben aus Kiew erneut mit Drohnenangriffen überzogen. Es seien 22 Schahed-Drohnen in Richtung der Regionen Mykolajiw, Saporischschja, Dnipropetrowsk und Sumy festgestellt worden, erklärte das ukrainische Militär im Online-Dienst Telegram, 17 davon habe die Luftverteidigung abgeschossen. Russland meldete seinerseits erneut ukrainische Angriffe mit Drohnen und Marinedrohnen auf russisches Staatsgebiet und auf die annektierte Halbinsel Krim - sowie den Tod eines Zivilisten.
Frankreichs Rechtspopulistin Le Pen in Wahlumfrage für 2027 auf Platz eins
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen liegt in einer Umfrage zur Präsidentschaftswahl 2027 und die Nachfolge von Emmanuel Macron in der ersten Runde auf Platz eins. Je nach Gegenkandidat komme sie auf 30 bis 33 Prozent, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Toluna Harris Interactive. Bei den Konservativen haben demnach lediglich der frühere Premierminister Edouard Philippe und der derzeitige Wirtschaftsminister Bruno Le Maire Chancen, in die Stichwahl zu kommen.
Grüne wollen im Europa-Wahlkampf für Klima und soziale Gerechtigkeit eintreten
Die Grünen wollen den ökologischen Umbau und soziale Gerechtigkeit in Europa in den Mittelpunkt ihres Europa-Wahlkampfs im kommenden Jahr stellen. Weiteres zentrales Thema im Antrag für das Wahlprogramm, den die Parteispitze am Donnerstag in Berlin vorstellte, ist die Außen- und Sicherheitspolitik. Hier sollen Mehrheitsentscheidungen statt des geltenden Einstimmigkeitsprinzips für mehr Handlungsfreiheit sorgen.
Schweizer Parlament stimmt gegen Einfuhrverbot von Stopfleber
In der Schweiz hat das Parlament am Donnerstag gegen ein Einfuhrverbot von Stopfleber gestimmt. Hersteller müssen stattdessen künftig Angaben zu ihren Produktionsbedingungen auf der Verpackung machen. Ein striktes Importverbot könnte nach Einschätzung der Abgeordneten dazu führen, dass die Menschen für die Produkte nach Frankreich fahren und so den Schweizer Händlern schaden.
Bundesweiter Warntag: Flächendeckend Warnsysteme getestet
Mit einem Probealarm sind am Donnerstag in Deutschland bundesweit die Warnsysteme für den Katastrophenfall getestet worden. Gegen 11.00 Uhr lösten die Behörden testweise Alarm aus - rund 45 Minuten später wurde Entwarnung gegeben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn wertete den Warntag als Erfolg. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte, die Warnsysteme hätten "den großen Stresstest bestanden".
Reederei Maersk weiht ersten mit E-Methanol betriebenen Frachter ein
Im Beisein von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die dänische Reederei Maersk ihren ersten mit Biomethanol betriebenen Frachter eingeweiht. "Grünes Methanol ist unser bevorzugter Brennstoff", sagte Maersk-Chef Vincent Clerc am Donnerstag in Kopenhagen. "Denn es ist die einzige Lösung, um den Anforderungen der CO2-Neutralität gerecht zu werden." Der Konzern will bis 2040 eine neutrale CO2-Bilanz aufweisen.
Spaniens Erstliga-Fußballerinnen beenden Streik
Der Streik der spanischen Erstliga-Fußballerinnen für höhere Mindestlöhne ist beendet. Das gab die Spielerinnen-Gewerkschaft AFE am Donnerstag bekannt. Man habe sich auf einen steigenden Mindestlohn geeinigt, der in dieser Saison bei 21.000 Euro liegt. 2024/25 soll er 22.500 Euro betragen, 2025/26 dann 23.500. Die Beträge könnten sich je nach kommerziellen Entwicklungen noch erhöhen.
Bundesgerichtshof: Einzimmerwohnung darf teilweise untervermietet werden
Auch eine Einzimmerwohnung darf grundsätzlich teilweise untervermietet werden. Solche Mieter seien nicht weniger schutzwürdig als Mieter eine Mehrzimmerwohnung, erklärte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Donnerstag. Er wies die Revision von Vermietern einer Berliner Wohnung zurück. (Az. VIII ZR 109/22)
NADA-Vorsitz: Mortsiefer folgt auf Gotzmann
Nach dem Rückzug von Andrea Gotzmann als Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) ist Lars Mortsiefer vom Aufsichtsrat als Nachfolger berufen worden. Die einstimmige Entscheidung fiel in einer außerordentlichen Sitzung am Mittwoch.
Lauterbach will mit Produktionserhöhung Engpässe bei Kinderarzneien verhindern
Um weitere Engpässe bei Kinderarzneien zu vermeiden, soll die Produktion bis zum technischen Limit erhöht werden. "Wir werden in diesem Herbst und Winter alles tun, um sicherzustellen, dass Kinder die benötigten Arzneimittel bekommen", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Donnerstag nach einem Spitzengespräch zu dem Thema in Berlin. Der Minister appellierte erneut an die Eltern, auf Hamsterkäufe zu verzichten.
Gastronomie in Großstädten erholt sich nach Corona-Pandemie und Inflation
Die Umsätze in der Gastronomie haben sich in deutschen Großstädten trotz Inflation erholt. Sie liegen dort aktuell inflationsbereinigt über den Werten von vor der Corona-Pandemie, wie eine Studie des Ifo-Instituts für Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Dresden ergab. Die Menschen in diesen Städten gingen demnach wieder öfter ins Restaurant oder ins Café.