Rutte: Nato-Staaten beraten "gemeinsam" über Vorgehen in Straße von Hormus
Die Nato berät nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte derzeit über den besten Weg zur Öffnung der Straße von Hormus, die vom Iran derzeit de facto für den Schiffsverkehr geschlossen gehalten wird. "Ich stehe in Kontakt mit vielen Verbündeten. Wir sind uns natürlich alle einig, dass die Straße wieder geöffnet werden muss", sagte Rutte am Mittwoch beim Besuch einer Nato-Übung in Norwegen.
Die Nato-Mitglieder "arbeiten gemeinsam daran, einen Weg nach vorn zu finden", betonte Rutte. Seine Äußerungen erfolgten einen Tag nach der heftigen Kritik von US-Präsident Donald Trump an Nato-Partnern wegen der Straße von Hormus. Der US-Präsident hatte die Verbündeten aufgefordert, Kriegsschiffe zu der wichtigen Schifffahrtsstraße zu schicken, was diese ablehnten.
Die Haltung der Verbündeten sei "ziemlich schockierend", sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus in Washington. "Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler."
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ Öl-, Gas- und Benzinpreise weltweit in die Höhe schnellen.
D.F. Felan--LGdM